Mein Berlin

Berliner Wohnungsmarkt: Glauben, wissen und machen

Wissen Sie noch, wie sich die ersten eigenen vier Wände angefühlt haben? In Berlin begleitet dieses Gefühl seit mehr als zehn Jahren eine schier unerträgliche Schwere. Es geht um Glaubensfragen, um Wissen und besonders um die Bereitschaft, endlich was gegen die Situation zu machen.
Nicht erst seit gestern treibt die Mietpreisentwicklung Normalverdienern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn 95 Prozent der Berliner leben in Mietwohnungen. Eigentum kennt der Hauptstädter lediglich von der Verwandtschaft auf dem Land, dem wohlhabenden Onkel oder der Hochglanz-Immobilienanzeige – drei Zimmer, 80 Quadratmeter, Berlin-Wilmersdorf, 380.000 Euro bitte.

Der Berliner Senat unter der Führung des Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der zuständigen Bausenatorin Kathrin Lompscher (Linke) verlangsamen, diskutieren, hadern, verwerfen und verbieten. Seit ein paar Jahren geht das schon.

Die Wohnungsnot wird zu einer Glaubensfrage – Milieuschutzgebiete, Mietpreisbremsen und Bebauungspläne, die bis zu 12 Jahre auf ihre Bearbeitung warten. Berlin kann sich das nicht länger leisten.

Die Wohnraum-Diskussion stützt sich auf zwei Extreme: Können diejenigen mit niedrigen Einkommen künftig noch in der Stadt leben und wie viel Luxusimmobilie braucht die Upper-Class? In der Diskussion kommen die Normalverdiener gar nicht mehr vor, obschon sie die größte Gruppe in der gesamten Diskussion stellt. Oft ist das Ausdruck von Führungsschwäche. Die Positionen und Bezugsgruppen drehen ins Extreme.

Bei elementaren Grundbedürfnissen muss man irgendwann auch bereit sein, anzuerkennen, dass man auf die falsche Karte gesetzt hat. Die rot-rot-grüne Landesregierung hat genau das nicht getan. Aus der Glaubensfrage, wie bezahlbarer Wohnraum in der Stadt erhalten bleibt, wird nämlich irgendwann eine Wissensfrage. Greifen meine Konzepte, erreiche ich dir mir gesetzten Ziele? R2G kennt die Antworten auf diese Fragen selbst am besten.

Die Berliner FDP will diese Fehlentwicklung endlich stoppen: Mit unserem Positionspapier „Auf Mut gebaut – Perspektiven für eine zukunftsorientierte Wohnungsbaupolitik“ machen wir Schluss mit vielen Tabu-Themen.

Die Stadt braucht einen Konjunkturplan, sie braucht den großen Wurf. Großzügige Nachverdichtung? Baulückenkataster? Debatte um das Tempelhofer Feld? Darüber muss offen diskutiert werden können.

Ferner hat sich in der Stadt ein neues Feindbild aufgebaut: Der private Investor. Er ist der Rendite-Hai, der böse Dämon, der die Stadt langsam leersaugt. Diese Bild ist falsch. Private Investoren bauen effizienter, sie bauen oft besser, und sie bauen vor allem zumeist schneller.

In einem schlüssigen Wohnraumkonzept können private Investoren den gesamten Wohnungsbau in der Stadt inspirieren. Sie sind diejenigen, ich auch wirklich Wohnungen bauen. Privatinvestoren können es sich nicht leisten, Bauvorhaben auf die lange Bank zu schieben, Termine verstreichen zu lassen oder Pläne erst einmal im Schreibtischfach zu lagern.

Schaffen wir es, die Stadt für einen ganzen Pool an Investoren zu öffnen, stellt sich endlich auch mal fairer Wettbewerb ein. So kann sich Otto Normal plötzlich aussuchen, ob er nicht nur bei Vermieter A oder B mieten möchte, sondern hat auch noch die die Wahl zwischen C, D, E und Vermieter F.

Einige Vorhaben, die in „Auf Mut gebaut“ stehen, können der Stadt sofort Impulse geben. Andere hingegen werden bis zu zehn Jahre brauchen, um ihre Wirkung zu entfalten. Ein besonderes Anliegen ist es, dass in zehn Jahren der Prozentsatz der Berliner Mieter geringer, der Prozentsatz derjenigen, die im eigenen Haus oder der eigenen Mietwohnung leben, dafür deutlich höher ist. Lasst uns endlich was machen.

Den Leitantrag „Auf Mut gebaut – Perspektiven für eine zukunftsorientierte Wohnungsbaupolitik“ der Berliner FDP können Sie hier herunterladen.

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Leute, schon einmal was aufgefallen? Alles, was der #Mietendeckel bewirkt hat, dass noch weniger gebaut wird. Die Motzkis, denen die Miete jetzt gerade zu teuer ist, denen wird es nicht besser gehen. Tolle Entwicklung. TM

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