Der Haushälter

Das Geld der Anderen

 

Gerade stecken wir inmitten der Haushaltsberatungen. Ob sich wirklich was bewegt in unserem Land, darf stark bezweifelt werden. Denn wer Erwartungen nur verwaltet, kann im Zweifel nichts gestalten.

Das Leben eines Haushälters dürfen Sie so sich vorstellen: Sie haben ein Bündel Geld in der Hosentasche. Der Betrag muss nicht groß sein, zwei Fünf-Euro-Scheine, ein Zehner sowie ein Zwanziger. Reibt man nun die Scheine aneinander, hört man es arbeiten – das klingt, wie wenn man ein Stück Holz bearbeitet.

Ein Fünf-Euro-Schein gehört einer alleinerziehenden Mutter in Berlin. Ihr Sohn steht kurz davor, das Abitur zu machen, dann will er studieren, vielleicht Informatik. Der Zehn-Euro-Schein gehört einem Gründer aus München, gegen den Rat seiner Eltern hat er sich getraut. Nach Startschwierigkeiten wollte er schon aufgeben, dann hat er aber die ersten Investoren gefunden und die Bilanzkurve dreht lang nach oben.

Die 20 Euro hingegen gehören einer Mittelständlerin. Sie hat das Unternehmen von ihrem Vater übernommen, nachdem der mehr als drei Jahrzehnte die Geschicke des Unternehmens leitete. Der Übergang war nicht leicht: Als junge Mitdreißigern musste sie erst einmal das Etikett ´Tochter von …` vom Revers gekratzt bekommen. Dazu kamen Herkules-Aufgaben wie die Automatisierung und Digitalisierung.

Weitere Fünf-Euro gehören einem Angestellten im öffentlichen Dienst. Mit den Jahren hat er mitansehen müssen, wie die Stellen der Kollegen mit dem Eintritt ins Rentenalter gestrichen wurden.

Mit einer schlanken Verwaltung hatte er nie ein Problem. Alt mit ihm wurden nur die Rechner und die Programme, mit denen die Anliegen der Menschen bearbeiten werden.

In den Haushaltsberatungen denke ich an diese Menschen und deren unterschiedliche Biografien und Bedürfnisse. Es ist hochgradig fahrlässig, zu glauben, dass wir das uns anvertraute Steuergeld einfach nur ein bisschen zu verwalten haben. Tatsächlich haben wir eine gestalterische Aufgabe. Wir liefern den Rahmen, in dem sich der Gründer ebenso wiederfindet wie der Abiturient, der sich demnächst zum Studium anmelden wird.

Haben wir alles dafür getan, um diesem Auftrag nachzukommen? Die Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und Co. liegen vor uns. Aber mutige Investitionen und mutige Ideen brauchen auch die richtigen Anreize, damit Großes daraus entstehen kann. Bislang ist von den großen Visionen kaum etwas zu spüren. Die Koalitionspartner von SPD, CDU und CSU sind damit beschäftigt, Brände zu löschen, die sie selbst gelegt haben.

Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die unterschiedlichen Ministerien damit schwer tun, die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel sinnstiftend auszugeben. Mal fehlen die Visionen der Minister, mitunter der Gesamtfahrplan der Bundesregierung.

Sie stehen derweil mit den Händen in der Hose und reiben die Geldscheine der Anderen.

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„Wir sind Optimisten & genau so wollen wir das Land gestalten: konsequent fortschrittlich und freiheitlich. Wir spielen 2021 nicht auf Platz, wir spielen auf Sieg, denn wir wollen Deutschland und Berlin mit dem Eintritt in eine Regierungskoalition nach vorne bringen.“ @Meyer_FDP

Warum ich die @fdp unterstütze: Deutschland braucht ein neues Betriebssystem https://t.co/3riSmlzMUn

Weil gerade alle über den #Impfpass reden, geht es beim Tempo auch um Kosten des Impfens.
Die EU macht es möglich, andere Länder haben es bereits umgesetzt. @OlafScholz sind teure Wahlkampfgeschenke an die Länder aber anscheinend wichtiger als billigere Impfstoffe. #Impfdesaster

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